Übersäuerung des Körpers

Wir sind „sauer“

Übersäuerung ist die Ursache für sehr viele moderne Volkskrankheiten und langfristig so übersäuert zu leben, wie es die meisten von uns tun, stellt praktisch eine Einladung für Beschwerden und Infektionen dar.

Wenn ein gesundes Baby auf die Welt kommt, ist es vollkommen basisch. Die Haut ist basisch, der Urin, die Ausscheidungen sowie die Sekrete. Warum wohl…?

Viele Menschen denken beim Begriff „Übersäuerung“ zunächst an Sodbrennen. Sodbrennen und Übersäuerung sind allerdings zwei unterschiedliche Symptome.

„Übersäuerung“ ist ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Organismus. Der menschliche Organismus versucht oft über viele Jahrzehnte hinweg, eine bestehende Übersäuerung zu kompensieren. Das gelingt auch, allerdings nur eine Zeit lang. Wie lange genau, hängt von der individuellen Konstitution, dem Lebensstil und den persönlichen Reserven ab.

Krankheiten gibt es viele, wirkliche Heilmittel dagegen sind eher rar. Wer sich nicht wohl fühlt, geht zum Arzt und wird dort mehr oder weniger erfolgreich behandelt. Es stellt jedoch ein großes Problem dar, dass kaum jemand die Übersäuerung des Körpers bei der Diagnose in Betracht zieht. Hier Kannst Du das obige Bild in voller Größe sehen.

Was ist „Übersäuerung“?

Übersäuerung findet in den Körperflüssigkeiten statt. Dabei darf man nicht vergessen, dass der menschliche Körper bei der Geburt zu 95 % aus Wasser besteht. Im Erwachsenenalter sinkt der Anteil jedoch auf „nur“ noch knapp 70 %, da mit zunehmendem Alter die Fähigkeit zur Speicherung von Wasser abnimmt. Das macht für einen durchschnittlichen Erwachsenen noch immer eine Wassermenge von ca. 43 Litern, die sein Körper enthält!

Der pH-Wert ist ein Maß für den neutralen, sauren oder basischen Charakter, einer wässrigen Lösung und kann auf verschiedene Arten gemessen werden. Kurz gesagt: er gibt an, ob eine (Körper-)Flüssigkeit sauer oder basisch ist.
Ein Wert von 7 pH gilt für Leitungswasser und zeigt an, dass es weder sauer noch basisch ist, sondern neutral. Ein Wert unter 7 gilt als sauer und ein Wert von über 7 als alkalisch, basisch. Wenn nun aufgrund äußerer Umstände zu viel Säure in unseren Körper gelangt, dann arbeiten dessen Regulierungsmechanismen auf Hochtouren. Irgendwann sind sie überstrapaziert und können die eintreffende Säureflut nicht mehr bewältigen: Der Zeitpunkt erster Beschwerden ist gekommen.

Erste Symptome treten auf. Meistens fühlt man sich anfangs „nur“ ein wenig energielos, schlapp, müde und antriebslos. Im Laufe der Zeit kommen verschiedene Leiden und Symptome dazu. Da viele Medikamente eine bereits bestehende Übersäuerung des Körpers noch verstärken, droht ein Teufelskreis ohne Ausweg.

Wie kommt es zu Übersäuerung?

Über die Jahre hinweg entwickeln wir ungünstige Lebensgewohnheiten wie eine unausgewogene Ernährung mit zu vielen tierischen Produkten, Sojaprodukten, Teig- und Backwaren, Süßspeisen, kohlensäurehaltigem Mineralwasser, Cola, Softdrinks, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Selbst wenn wir uns gesund ernähren, können wir kaum verhindern, dass unsere Nahrung synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Geschmacksverstärker enthält. Das alles kann uns krank machen.

Bestehende Krankheiten wie z.B. Diabetes Mellitus oder Störungen der Nieren- und Lungenfunktion, aber auch falsches Heilfasten und überzogene Diäten führen zur Übersäuerung. Auch übertriebener Sport – natürlich auch zu wenig Bewegung -, und ständiger Wassermangel, weil wir verlernt haben, unseren natürlichen Durst zu beachten, tragen dazu bei. In dem Moment, wo man den eigenen Durst wahrnimmt, ist der Körper eigentlich schon in großer Not – das sind sich die meisten nicht bewusst! Blumen, die kein Wasser bekommen haben und die Köpfe hängen lassen, erholen sie sich auch nur schwer oder gar nicht, selbst wenn man sie wieder gießt.

Hinzu kommt, dass wir uns immer häufiger und länger in geschlossenen, sauerstoffarmen Räumen aufhalten. Dadurch entgeht uns die regenerierende Kraft der Natur, die uns beim Gesundbleiben unterstützt.

Einige der gravierendsten Faktoren sind die Geistigen, darunter Negativität, Unzufriedenheit, Sorgen, Angst und dauerhafter Stress. Nicht-Vergeben-Können zeigt sogar sprichwörtlich auf, dass wir noch „sauer“ sind auf den ein oder anderen. Das alles führt dazu, dass unser Körper quasi „versauert“.